September 2011. Wiedereingliederung in den Alltag!

Es gibt kein Glück von Dauer und kein Unglück, das nicht schließlich ein Ende nimmt.“ (spanisches Zitat)

So ist wohl das ganze Leben durchziehend. Alles hat ein Ende (nur die Wurst hate zwei ;-)). Anyway. Wir sind im September 2011 angelegt. Vor knapp einem Jahr wusste ich nicht was mich in der Zeit meiner Bildungskarenz erwarten würde, wie sich mein Leben entwickeln würde. Ich wusste nur ich muss mir diese Auszeit nehmen. Eine Entscheidung die ich angesichts der vielen tollen Momente und Erfahrungen in diesem Jahr jederzeit wieder treffen würde!

Wie sah also das letzte Monat meiner BK aus. Ich bemerkte wie ich mich persönlich wieder auf den Alltag einstellen wollte, die 2-monatigen Ferien waren sehr energiebringend gewesen. Ich war froh das ich eine Aufgabe bekam als ich meinem Gruppenleiter mitteilte, dass ich dieses Monat wieder etwas mehr arbeiten möchte um den Anschluss wieder zu finden. Schließlich sind 20h im Monat nicht viel und für einen geregelten Einstieg ins Berufsleben brauchte ich wieder Routine. Aufstehen, Frühstücken, vielleicht Schwimmen gehen, ins Büro, Kaffee, PC einschalten, Programmieren, Mittagessen, Programmieren, zwischendurch vielleicht ein bisschen mit den Kollegen tratschen, nach Hause fahren, Laufen oder Ergofahren gehen, Abendessen und Schlafen, Vielleicht auch für die verkorkste Prüfung lernen.

So der Plan und es erfordert sehr viel Selbstdisziplin sich daran zu halten, aber der Benefit eines geregelten und vielleicht langweiligen Tagesablaufs liegt auf der Hand, man muss nicht kurzfristig umplanen und unnötig Energie verschwenden, man tut einfach. Schnell wurde mir in diesem Monat klar, dass ich nicht mehr der Selbe war wie vor einem Jahr. Genausowenig wie meine Kollegen die Selben waren. Die Kommunikation im Büro und der Umgang hatte sich verändert. Meine Einstellung zu Mittagessen und Ernährung ist drastisch eine andere geworden, wenn früher das Interspar-Restaurant auf dem Speiseplan stand, war ich dabei. Heute erscheint mir dieses fettige Essen widerlich und zu schwer um sinnvoll arbeit danach zu verrichten. Das aber nicht bedeuten, das es mir nicht schmeckt sondern lediglich, das es keinen Sinn für mich hat Mittags mir den Wanst vollzuschlagen.
Durch die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen war auch immer wieder so etwas wie Spannung zu spüren. Keine Ahnung woher sie kam und wie sie entstand. Letztenendes sind wir, so wurde mir schlagartig klar, kein wirkliches Team, dass untereinander vernetzt ist, sondern lediglich eine Gruppe. Menschen die im gleichen Raum sitzen.

Komisch wie sich Menschen im Laufe der Zeit entwickeln. So genug gejammert :)! Die Wiedereingliederung war durchwegs erfolgreich, ein paar Punkte gibts immer zu verbessern. Das Feedback über meine Leistungen war durchwegs positiv.

Was noch in diesem Monat passiert ist. Wachau-Marathon und der große Wunsch eine Zeit unter 3h zu laufen. Hat nicht ganz geklappt, aber dennoch fehlen jetzt nur mehr 9 Minuten. Vor einem Jahr waren es noch über 30!

Und den ersten Ultralauf meines Lebens hab ich als kröhnenden Abschluss der BK absolviert. Einmal rund um den Wörthersee! 57km, ein Genuss. Die wohl spektakulärste Erfahrung in diesem Jahr.

Irgendwie ist der letzte Tag des „Sabbatical“ spurlos vorübergezogen, ein Auszeitjahr das ich jedem empfehlen kann, der sich selbst ein bisschen besser kennenlernen möchte. Aber es ist vorbei! Und jedes Ende ist auch der Beginn von etwas Neuem, etwas das nicht immer gut sein muss, aber wie eingangs in dem Zitat schon erwähnt, gleichgültig ob es fantastisch oder weniger spektakulär wird, es wird auch vorrübergehen!!! und ich werde darüber retrospektiv berichten können…. *lol*

 

Danke schon jetzt fürs Lesen und Kommentieren!