Juli 2011. Zeit für Freundschaften.

Endlich kommt die Zeit auf die ich mich fast 9 Monate gefreut habe. Seit langer Zeit stehen mir fast 3 Monate Sommerferien zur Verfügung. Ein eigenartiges Gefühl :)! Die bisherige Zeit der Bildungskarenz ist an mir vorbeigezogen wie die Landschaft an einem fahrenden Zug.

Jetzt kann ich endlich genießen und die Zeit wieder für soziale Kontakte, Freundschaften und meine Ziele nutzen. Niemand sagt mir wie ich meine Zeit einteilen soll. Es ist alles frei. Wenn ich müde bin gehe ich schlafen, wenn ich hungrig bin esse ich, wenn mir nach trainieren ist gehe laufen, radfahren oder schwimmen.

Einem ganz besonderen Ereignis fiebere ich aber schon seit Monaten entgegen. Der Radtour quer durch Österreich, die Idee die bei einer gemütlichen Radausfahrt mit Patrick seinen Anfang nahm, wurde immer konkreter und je näher der Start rückte desto unruhiger und gespannter wurde ich. Knapp eine Woche vor dem „Event des Jahres“, trafen wir uns und gingen grob die Route durch. Wir hatten vor uns 9 Österreichkarten, von jedem Bundesland eine und navigierten mit dem Fingern den Weg von Vorarlberg, das sollte unser Ausgangspunkt sein, über den Arlberg nach Tirol, weiter ins Inntal Innsbruck. Dann wurde es kniffliger, das deutsche Eck oder doch die Hochkönigbundesstraße? Auf der Karte schien es kein Problem zu geben also von Wörgl über St. Johann und Deutschland nach Salzburg. Von Salzburg weiter zum Mondsee und dann nach Linz. In Linz auf den Donauradweg, Karte um Karte, Zentimeter für Zentimeter eroberten wir eine Landeshauptstadt nach der anderen in der Planung. Linz – St. Pölten – Wien – Eisenstadt. Dann eine kniffliges unterfangen, wie sollten wir nach Kärnten ohne unsere Tour vorzeitig in Graz zu beenden, schnell war klar Graz muss der Höhepunkt sein. Also einmal quer durch die Steiermark: Semmering – Bruck – Leoben – Neumarkt und ab nach Klagenfurt. Retour über die Pack nach Graz! *Phuuu* Geschafft. „Sieht eigentlich ganz gut aus, sollten wir schaffen!?“, motivierten wir uns. Noch ein paar Ausrüstungsdetails geklärt und auf gutes Wetter gehofft und eine Woche später gings los …. (Zum Reisebericht)

Und damit war der Juli Geschichte. Bis auf eine winzige Kleinigkeit die mir besonders am Herzen liegt. Meine Eltern waren zur gleichen Zeit am Aufstieg auf den Kilimanjaro(5895m) mit Rudi Stangl. Eine schwindelerregende Höhe und ein Aufstieg der es in sich hatte. Ein einwöchiger Fußmarsch durch alle möglichen Terrains gabs nur eine Richtung bergauf.
Als ich bei ihrer Rückkehr das Video vom Gipfelgang sehen durfte, lief es mir kalt über den Rücken so an die eigenen Leistungsgrenzen gehen sah ich meine Eltern sehr selten aber sie sind beide gesund und euphorisch oben angekommen und wieder zurückgekehrt. Eine Leistung auf die man sehr stolz sein kann :).

Hmm, jetzt sage ich in der Überschrift zeit für Freundschaften. Ja irgendwie hätte ich gern mehr in diese Richtung getan, aber mehr als ein paar Bierchen mit meinen besten Freunden nach dem Laufen war leider nicht drinnen. Dafür gabs dann im August wieder eine fantastische Grillparty…