April 2011. Marathonbestzeit.

Der April, ein eigentlich sehr wechselhafter Monat, zeigt sich von seiner sonnigen Seite. Das erste Highlight, nach den Strapazen des Studiums und der langen Vorbereitungsphase, endlich der Linzmarathon. Es sollte nicht der einzige Höhepunkt in diesem Jahr bleiben, aber doch ein spannendes Rennen werden.

Details dazu findest du hier….

Anyway, danach war alles irgendwie belanglos. Denn in knapp einem Monat stand das nächste Event an! Für das es noch zu trainieren galt! Ansonsten bot der April nicht viel für mich. Ostern. Und entspannte 3 Ferienwochen auf der Uni. Prüfungen gabs keine. Ich konnte endlich mal genießen. Die Marathonbestzeit von Linz realisierte ich erst viel viel später und so komisch es klingt, aber diese Zeit ist fast wie ein Aufforderung gewesen meine Ziele etwas nach oben zu schrauben bzw. genauer nach unten. Der Traum unter 3h. Was immerhin eine Steigerung um fast 20 Minuten bedeutet! Aber nicht unrealistisch.
Eine weitere Sache kam doch noch in dem Monat dazu. Ein zusätzlicher Motivations- und Antriebsfaktor. Das Gewinnspiel von Garmin. Kilometerreich2011.at! Das Ziel wer die meisten Kilometer bis zum Ende der Laufzeit läuft bzw. radelt! der gewinnt einen neuen Forerunner/Edge bzw. Zwischenwertung -> VIP-Startplätze bei Kärntenläuft! od. der Salzkammerguttrophy!

Ein Gewinnspiel, das mich in seinen Bann ziehen sollte. Etwas das mir Antrieb und Ziele gab um das harte Lauftraining für den Wachaumarathon durchzuziehen. Der Schweinehund war leichter zu überwinden als sonst. Denn es ging um etwas! Schnell war ich unter den besten 3 Läufern und setzte mich für sehr, sehr lange Zeit an die Spitze dieser Wertung.

Gleichzeitig, war ein guter Freund und begeisterter Radfahrer in der Spitzengruppe der Radwertung. Was schon sehr beachtlich ist, das man sich persönlich kennt. So entstand eine Dynamik und der Ehrgeiz zu gewinnen und noch mehr Kilometer zu machen. Verrückt. Heute würde man vermutlich sagen, wir hatten ein sehr aggressives Verhalten. Aber letzten Endes ist es einfach nur ein bisschen Leistungsorientiertheit und Kampfgeist. Wettkampfsituationen motivieren! Oder glaubt jemand, das es Weltrekorde, sportliche Wettkämpfe ohne Leistungsorientierung und aggressivität geben würde?! Das ist Schwachsinn. Niemand würde sich bei einem Wettkampf an den Start stellen, wenn er/sie nicht „gewinnen“ will! Und sei es nur eine persönliche Bestleistung! Es ist dieses Konkurrieren, das die Menschen antreibt. irgendetwas besser zu können als jemand anderes. Aus der Masse hervorstechen, obwohl man ein ganz normaler Mensch ist!

Viele werden vielleicht den Einwand erheben, das sie das nur aus Spaß und Liebe zum Sport machen. Aber wenn ihr euch mal ganz tief drinnen fragt und reflektiert, warum ihr euch über einen Marathon traut, einen zehner rennt, tennis spielt, einen ironmanmachen wollt, beim ultralauf finisht, euch die monate und jahre des trainings antut? Dann werdet ihr feststellen, das der Wettkampf, der Moment des Starts, das Kribbeln zu Spielbeginn, der Wunsch besser zu sein als jemand anderes, als ihr selbst in der Vergangenheit euch Schmerzen ertragen lässt. Der Wille durchzuhalten obwohl man am liebsten gemütlich ein Bier trinken würde nur um dann später mal zu sagen ich war dabei! Das ist was über außergewöhnliche Leistungen entscheidet oder gewöhnliche. Sieger sind alle die am Start stehen. Gewinnen kann allerdings immer nur eine(r)!

So reflektiere ich heute den Linzmarathon und was in den nächsten Monaten kam. Ich konnte/wollte nicht aufhören, ich wollte das Kilometerreich gewinnen! Immer stärker wurde der Drang, der Wunsch endlich mal etwas zu gewinnen. Es war noch nicht zum Greifen nahe, aber es war endlich mal realistisch….