Hallo liebe(r) Leser(in)!
Ironman 70.3 St. Pölten 2011! Wer weiß was das ist? Richtig! ein Triathlon über 70.3 Meilen. Das ist aber nur ganz grob, was ich miterlebt habe…
Was für ein Event!!! Tolle Stimmung ?! Nein
eine “Wahsinns-Bomben-Mega-Geile” Stimmung! Mittlerweile sind 2 Tage vergangen und ich bin immer noch in einer Post-Ironman Euphorie
.
Aber alles der Reihe nach.
Dieser Beitrag soll euch einen Einblick geben, wie ich mich während dieser knapp 5 1/2 Stunden gefühlt habe. Was so alles passiert ist
. Damit das Ganze aber auch einigermaßen einfach zum Lesen möchte ich meinen Beitrag etwas aufgliedern, und zwar in:
- Vorbereitung - ca. 2 Tag vor dem Wettkampf (WK)
- Der Countdown läuft – vom Aufstehen bis zum Start
- Der Start
- Die Odysee im Viehofersee – Schwimmen
- Endlich am Rad – Radfahren
- Das Ende naht – Laufen
- Im Ziel
Vorbereitung. Ich bin bereits 3 Tage vor dem Wettkampf nach Niederösterreich gereist, da ich sonst das Zimmer nicht bekommen hätte. Eine sehr unspektakuläre und stressfreie Autobahnfahrt. In der Pension angekommen, muss ich mich erst einmal die Räder (Rennrad u. Velo) auspacken und mich mit der Umgebung vertraut machen. Es war bereits 18 Uhr, also machte ich mich auf die Suche durch die St. Pöltner Innenstadt nach einen Restaurant.
Wie immer wenn ich eine neue Stadt erkunde, zu Fuß und ohne Plan irrte ich einige Kilometer umher und entschied mich schließlich in die nächst beste Kepab Bude zu gehen. Zu meinem erstaunen war die Qualität sehr gut und ich gönnte mir eine Pizza
. Danach gings ab ins Bett…
Es ist Freitag 20. Mai 6:30, ich mache mich zurecht, gehe frühstücken und sehe noch schnell im Internet nach wo ich hin muss zum Startunterlagen abholen. Gesagt getan, bin ich mich auch gleich einige Male verfahren, bis ich an meinem Ziel angelangt bin.
9:30. Die Aufbau und Vorbereitungsarbeiten für den Wettkampf sind in vollem Gange! ich bin beeindruckt von der tollen Organisation und den vielen Helfern die alles vorbereiten für Sonntag. Das rechte Bild zeigt das Ziel-Stadion zu dieser Zeit. Ich kriege eine Gänsehaut und sage zu mir: “Dort möcht ich am Sonntag durchlaufen!”
10 Uhr. Ich habe ohne zu warten meine Startunterlagen bekommen und möchte mir nun die Schwimmstrecken ansehen. Leider sind noch keine Bojen im Wasser. “Egal”, denke ich mir und begutachte die Startunterlagen. Plötzlich finde ich 3 Plastiksäcke darin? Weiß, Rot, Blau! Als ich sie näher betrachte erkenne ich wofür die gedacht sind:
Erkennt ihrs auch? Richtig! Die sind für die Wechselzone
11 Uhr. Ich habe nunmehr die beiden Seen gesehen und denke mir das reicht für den Augenblick! Zur besseren Einschätzung möchte ich mir auch die Radstrecke anschauen, nur fehlt mir die Motivation das mit dem Fahrrad zu machen. Also nehme ich das Auto, ich möchte nicht riskieren meine Kräfte für Sonntag zu verspielen
Auf gehts auf eine 1 1/2 stündige Autofahrt durch die Wachau und den Dunkelsteinerwald! Fantastisch! Ich bin beeindruckt von der Radstrecke. Trotz zweier gemeiner Anstiege, die ich als nicht so schwierig einschätze. Mehr Sorgen macht mir die Abfahrt nach dem ersten Anstieg, wegen einiger Kurven. “Die musst du mit Respekt nehmen, gesund ins Ziel kommen!”, grüble ich. Also der mutigste bin ich nicht das kann ich euch verraten ![]()
Während der Autofahrt stelle ich mir immer wieder vor wie es mir gehen wird auf dem Rad; was mache ich; was denke ich; wie fühle ich mich? Kann ich es überhaupt schaffen?!
12 Uhr. Zeit zum Mittagessen und danach noch schnell eine Entspannungsübung. Ich bin angespannt, mache mir Gedanken: “Was wenn ich krämpfe kriege? Wieviel nehm ich zum essen mit? Hab ich genügend trainiert? Reichen meine Kräfte? Wie funktioniert die Wechselzone? Kann ich den HM noch einigermaßen flott laufen?”. Alles dreht sich, ich möchte endlich das es Sonntag ist!
Abends. gehe ich noch eine kleine Runde, ca. 9km Laufen, um meinen Rhytmus nicht zu verlieren und wieder aktiviert zu werden. Ein Stückchen auch auf der Wettkampf Laufstrecke. Ich stelle mir vor, wie ich laufe, ich hoffe das sich meine Beine frisch anfühlen?
Samstag 21. Mai 7:00, der Wecker läutet. Noch 24 Stunden bis zum Start. Ich mag noch nicht aufstehen, bin müde erschöpft. Komisch.
Heute ist Wettkampfbesprechung. 8 Uhr. Endlich aufgestanden, alles bereitgelegt für die Wechselzone. Heute ist auch Check-in! 11 Uhr. Die Wettkampfbesprechung startet! Nun lösen sich alle meine Fragen die Wechselzone und das Rennen betreffend auf. Ich bin in der 2. Startwelle, gelbe Kappe (Start 7:05)! Swim-Bag ist der Kleidersack; Die 2. Startnummer ist nicht relevant für mich; Blauer Sack nach dem Schwimmstart selbst nehmen und im Zelt umziehen; Neo darin verpacken; Zum Rad laufen; Schuhe dürfen aufs Rad geklippt werden; Der rote Bag hängt in der Nähe der Fahrräder; im Zelt umziehen; auf die Laufstrecken;
Alles klar! Ich fühle mich bereit.
12 Uhr. Noch ca 16h. Ich lege mich in die Wiese beim See und versuche mich zu entspannen, habe was zum Lesen mit. Kann mich nicht wirklich auf das Buch konzentrieren. Ich möchte eine kleine Runde Schwimmen gehen! Also schwimme ich 2 Bojen, die mittlerweile im Wasser sind ab! Das Wasser hat eine angenehme Temperatur. Ich bin ohne Neo unterwegs, fühle mich wieder besser. Freue mich schon auf morgen.
14:30. Ich bereite alles für den Bike-Checkin vor. Velo, Reifen aufpumpen, aber nicht zu viel. Kurz eine Runde gedreht, Sitzposition angepasst; passT! Bags geschultert und ab in die WZ (Wechselzone). Der Checkin, funktioniert senstationell, schnell. Die Leute haben Erfahrung! Ich stelle mein Fahrrad in den vorgesehenen Platz, hänge die Transition-Bags auf. 15:30. Das wars, ich hab alles erledigt und fahre zurück ins Hotel! Jetzt heißt es warten…………………………………………………………………………………………………NOCH 10 h……………………………………8h …………….zzzzzzzzzzzz………6h…..zzzzzzzz….4h……
“Mach dich auf in ein anderes Land….”, ertönt aus meinem Handy. Der Weckruf!
Der Countdown läuft. Es ist 3 Uhr 30 morgens, Sonntag der 22. Mai. Ich fühle mich gut. Ich bin noch etwas müde, aber das wird sich bis zum Wettkampf wieder legen. Nochmals gehe ich die Bewegungsabläufe der Wechselzone durch. Überlege mir, was noch alles zu erledigen ist bis zum Start um 7 Uhr. Ich gehe frühstücken. Sehr ausgiebig
!
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Der Start. Einige Minuten nach den PROs (Profi-Athleten), startet die Welle (Gelbe Badehaube) in der ich auch bin. Es ist 7:05 ich fühle mich gut, bereit die Herausforderung 70.3 in Angriff zu nehmen. Ich habe mich die letzten Monate gut vorbereitet und will finishen! Endlich werden wir ins Wasser gelassen. Komisch ich bin nicht nervös. Ich bin zuversichtlich, freue mich auf den Bewerb. Da! das Startsignal ertönt. Es geht los! Trotz der anderen Athlethen komme ich ganz gut ins Schwimmen. Ich finde mein Wohlfühl-Kraul Tempo. Ist zwar nicht schnell aber entspricht meinem Leistungsvermögen. Bis zur ersten Boje nach ca. 50-100 m läuft alles einigermaßen nach Plan. Doch dann?!
Die Odysee im Viehofersee. Offensichtlich bin ich ein Herdentier. Ich schwimme den anderen nach und denke mir: “Komisch, wo ist die nächste Boje? Vielleicht blendet mich nur die Sonne zu stark? Egal, schwimm weiter!”. Erst als alle nach rechts drängen, bemerke ich wie weit “wir” vom Kurs abgekommen sind. Das kostet Zeit und unnötig Kraft. “Ärgerlich, aber was solls! Das kann nun mal passiern!”, denke ich mir und schwimme weiter. Die Odysee endet nach knapp 20 Minuten. Gott sei Dank. Der erste See ist geschafft. Ich fühle mich ausgesprochen gut. Los gehts! Raus aus dem Wasser und rüber über die Holzbrücke (Traisen) zum Ratzersdorfersee.
Das Laufen zwischen den Seen macht Spaß, eine gute Abwechslung. Fantastisch wieviel Zuschauer da stehen und jubeln! Im Ratzersdorfersee läuft alles perfekt, ich komme sofort ins schwimmen und steige nach gut 38 Minuten aus dem Wasser.
Neopren ausziehen! Schnell! Reißverschluss öffnen, ja geschafft! Arme raus. Die Schwimmbrille nehme ich in den Mund. Etwas ungeschickt. Ich freue mich bereits aufs Rad. Doch vorher! Umziehen, deshalb zuerst den blauen Sack von der Stange genommen und ins WZ-Zelt gelaufen. Neo vollständig ausziehen; klappt gut. Im BIKE-Bag sind mein Helm, Brille, der Startnummerngurt und ein Paar Socken. Nach knapp 2 Minuten ist der Umziehvorgang abgeschlossen. Neo im BIKE-Bag verpackt. Helmband geschlossen. Ich laufe zu meinem Rad und raus aus der WZ.
Mein Weg aus der Wechselzone
Endlich am Rad. Darauf hab ich gewartet. Die Schuhe sind ja bereits am Rad befestigt. Jetzt heißt es nur noch aufsteigen, reinschlüpfen und kurbeln, kurbeln, kurbeln. Schnell ein Gel und einen Schluck Wasser genommen, damit ich nicht hungrig werd. Die ganze Zeit freue mich aber schon auf die Laufstrecke. Nach ca. 2km gehts auf die S33. 20km Autobahn, ich kann euch sagen der Hammer! Die Kilometer purzeln, und nach etwa 40 Minuten gings den ersten Anstieg nach Krustetten hoch. Ich fühle mich gut, hab auch meinen ersten Power-Riegel genascht um genug Energiereserven zu haben. Ich fahre einen ziemlich hohen Gang, ich fühle mich gut. “Nicht verausgaben! Spar dir die Kräfte für den 2. Anstieg auf!”, sage ich mir.
Der Berg vergeht schnell und auf der Abfahrt fehlt mir wie sooft der Mut
, ich möchte gesund ins Ziel kommen, deshalb nehme ich Tempo raus. Die paar Sekunden werden das Kraut auch nicht fett machen… Und schwubs bin ich in der Wachau, und die nächsten35km wird sich daran nichts ändern
. Eine wunderschöne Strecke entlang der Donau Flussaufwärts. Bis Aggsbach! Ich finde mein Tempo und denke bereits ans Laufen. Meine Beine fühlen sich noch immer frisch an. Nur nicht überdrehen. Lass dir Zeit.
Aggsbach endlich…Jetzt knapp 10km Anstieg…Gansbach – Labestation – Wasser – es is verdammt heiß geworden. Der Dunkelsteiner Wald, die letzten 20km Abfahrt, ich freue mich schon wenn ich vom Rad runterkomme
. Ich kann es kaum erwarten! Gleichzeitig, wird mir klar die 5 Stundenmarke werde ich nicht knacken können.
Ich biege wieder in das Wettkampfgelände ein, Endlich! “WAnn soll ich aus den Schuhen, raussteigen? Warte, Warte, erst wenn du 100m vor der Linie bist! Schuhe aufmachen! Schnell! Komm raus mit den Füßen. Rechter Fuß heben! Ja, toll abgesprungen. Laufen, Lauf!!!!!”. Nach 2 Stunden 51 Minuten sind die 90km Geschichte.
Das Ende naht. Das Rad steht wieder an seinem Platz, den roten RUN-Bag in der Hand gehts wieder ins Wechselzelt. Helm runterverpacken, Laufschuhe an! Kappe auf! Nummer nach vorne! Und los geht’s. Zum Abschluss noch ein Halbmarathon (21.1km). Warum? Der erste Kilometer führt mich zum ersten Mal durch Start und Ziel. “Gemein! Da will ich hin
”, denke ich mir. Koste es was es wolle. Ich will finishen. Es sind 2 Runden zu á 10.5km zu Laufen. Runde 1 läuft alles nach Plan, ich kann sogar einen Schnitt von 4:30 min/km laufen. “Es ist heiß, heiß! Wasser, ISO, Cola!” Die Labestationen sind perfekt ausgerüstet und alle 2km.
KM 12. Brütende Hitze. “Ich bin gerade wieder durch Start und Ziel durch, endlich die 2. Runde! Egal wie, du musst durchhalten – Ich kann nicht mehr – Doch! Nimm Tempo raus. Ruhig. Nur noch 8km. Du musst durchhalten. Jetzt gibts kein zurück mehr. Lauf im Schatten”. Immer wieder Frage ich mich wie lang eigentlich 21km sind. Da 15km, ja endlich bei der Wende. Jetzt sinds nur noch 5km. “Cola!”, Ich brauche Zucker. Noch 4km. Laufen, gleich bist du im Ziel. Gleich. “Wo ist der verdammte 18er! Ahh, da endlich”.
Immer wieder werde ich von den vielen Zuschauer mit Vornamen angesprochen und angefeuert. “Super Wolfgang, Wolfgang! Gleich hast du es geschafft!”. Fantastisch! Gigantisch. Das trägt mich ins Ziel. Noch 1km Meter, jetzt laufs nach Hause
. Jeder Zentimeter Steigung und Gefälle macht meinen Beinen zu schaffen. Aber ich kann ich will nicht aufgeben! Ich muss ins Ziel. Mittlerweile sind mehr als 5 Stunden vergangen und ich freue mich auf die letzten Hundert Meter. Langsam, genießen! Auskosten. Das Zielstadion ist ein Hexenkessel, der Platzsprecher nennt sogar meinen Namen. Was für ein Tag, was für ein Moment ![]()
Im Ziel.
Bilder sagen mehr als tausend Worte -> Fotos
Soweit meine Eindrücke. Auch an dieser Stelle, ist es mir ein Bedürfnis mich bei allen die mich in den letzten Monaten unterstützt haben, die vielen Menschen die mich angefeuert und motiviert haben sehr herzlich Bedanken










Patrick Peßl sagt:
Finisher-Medaille und -Shirt waren auch schon im Startpaket?
romeo sagt:
Nö
, ich hab nur erst das Foto nach dem Wettkampf gemacht….
Beides gabs natürlich erst im Ziel
Kevin sagt:
Hi Wo ist denn der Gefaellt mir Button?
romeo sagt:
sollte schon da sein ,-)
Ruthie Delvecchio sagt:
Hello would you mind stating which blog platform you’re working with? I’m looking to start my own blog in the near future but I’m having a hard time choosing between BlogEngine/Wordpress/B2evolution and Drupal. The reason I ask is because your design seems different then most blogs and I’m looking for something unique. P.S My apologies for getting off-topic but I had to ask!
romeo sagt:
Dear Ruthie,
I’m currently working with wordpress!
best regards
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Mai 2011. Debut Mitteldistanz Triathlon.
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OÖ LinzTri – ein Ergebnis mit gemischten Gefühlen.