Sonne und Wind.

Einen wunderschönen Sonntag Abend wünsche ich dir!

Frühlingsbeginn, war ja schon vor ein paar Tagen. Zeitumstellung dieses Wochende und pünktlich um 11Uhr Sommerzeit stand ich heute am Start des traditionellen „Grazer“ Halbmarathons.

Nach meinem Gastspiel vor zwei Wochen in der Ultralaufszene (Lassee) wo es eher gemütlich losgeht, stand heute mal wieder ein „tempohärteres“ Rennen auf dem Programm. Kurz erscheinende 21,1km entlang der Mur.

Der Start. Ich bin heute morgen mit gemischten Gefühlen zum Start gegangen. Zum einen war ich doch sehr angespannt, weil ich seit dem Silvesterlauf keinen Wettkampf mehr in den Beinen hatte und natürlich jede Laufsaison neue Herausforderungen mit sich bringt ;-)! Anyway, da stand ich nun und war schon sehr gespannt was ich bringen kann, vor allem da ich die Tempo Einheiten zugunsten der Grundlagenausdauer eher knapp gehalten hab in den letzten Wochen. Mein erklärtes Ziel war verständlicherweise schneller als im letzten Jahr zu sein bzw. zumindest 1h25 laufen.

Windschattenfreigabe. So wie gings nun weiter? Mit dem schon etwas abgedroschenem „Keep on running“ gings in den HM. Eigentlich aus einer mießen Startposition, was vielleicht gar nicht so schlecht war. Schließlich bot mir das die Möglichkeit zum einen mein Tempo zu finden zum anderen konnte ich den Windschatten länger und besser nutzen. Ich hatte trotzdem meinen Spaß an diesem Tag. Ich gebs ganz offen zu, diesmal hab ich mich im Windschatten anderer Läufer erholt und selbst relativ wenig gearbeitet.

Sonne und Wind. Das hat mich heute während des Bewerbs am meisten beschäftigt. Nach gut 5km hatte ich eine Gruppe gefunden die genau mein Tempo ging so 3:55/km -4:00/km! „Das war perfekt, das muss ich dran bleiben!“, kreisten meine Gedanken. Die Gruppe umfasste ca. 4-5 Läufer. Das war Grenzgenial, nachdem ich mich gezwungen hatte die ersten Kilometer nicht zu schnell zu beginnen, lief alles perfekt.

Den Wind konnte ich somit über weite strecken ignorieren, die Anderen schienen nicht zu wollen, dass jemand außer Ihnen Führungsarbeit macht, also blieb ich dran, die nächsten 10km waren einfach genial. Atemrhytmus, Tempo, Verpflegung, Beine alles lief Top:). Temperatur wurde schon grenzwertig, aber noch immer im grünen Bereich. Ich fühlte mich gut, gleichzeitig war ich mir aber sicher mein Minimalziel den 4er Schnitt locker zu laufen und quälen wollte ich mich heute einfach nicht ;-)! Ergo, als bei km 15 dann das Tempo von den Läufern vor mir angezogen wurde, war mir klar, ich muss abreißen lassen und das hatte einen entscheidenden Nachteil: BINGO! Der Wind bließ mir nach 17km wieder ins Gesicht! Zwar war ein weiterer Läufer auch aus dem Windschatten gefallen doch gegen diese Übermacht waren wir machtlos. Die Beine waren zwar super locker, allerdings hielt der Wind dagegen und damit kamen mir diese 4km wie eine halbe Ewigkeit vor! Die Pace lag zwar nur knapp über 4 Minuten aber, wie gesagt quälen wollte ich mich nicht.

Im Ziel nach 1:23:50, was für mich eine Hammerzeit ist :), zwar keine persönliche Bestzeit mehr, aber immerhin über 4 Minuten schneller als im letzten Jahr und ein Schnitt von 3:58/km!!! 4. Platz in der M-20 und macht Lust auf mehr dieses Jahr, die Form stimmt und der VCM kann kommen….

Fazit. Für mich war es heute schon hart aber nicht an der Grenze, und wenn ich so reflektiere, bin ich vor 2 Jahren, 2010, diese Distanz noch über 1h45′ gelaufen, Mal schaun wohin die Reise noch gehen wird?

Einen guten Start in den Frühling :)! lg & bis bald